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wenn das Wörtchen wenn nicht wär.

Wenn die zweite Mannschaft der Elsterwerdaer Volleyballer ihr Leistungspotenzial konstant abrufen könnte, wären in dieser Saison einige Punkte mehr drin gewesen. Einen weiteren Beweis dafür konnte man am letzten Samstag beim Auswärtsspiel in Kolkwitz beobachten.

Im Auftaktspiel ging es für den ESV gegen den KSC ASAHI Spremberg II aufs Parkett. Auf heimischen Boden konnten die 94er knapp im Tiebreak siegen, nun sollte ein deutlicherer Sieg doch möglich sein. Der Start verhieß aber schon nichts Gutes. Wie ein Kaninchen vor der Schlange erstarrte die Annahme und Abwehr vor den Sprembergern. Von außen hatte man da Gefühl kein Spieler wollte wirklich den Ball haben. Eine Auszeit bei 3:14 sollte das Debakel verhindern, es wurde neu sortiert und die Spieler riefen sich zur Ordnung. Danach wurde das ESV-Spiel besser, die Mannschaft fand langsam ihren Rhythmus, nur war der Vorsprung des KSC zu groß um diesen Satz noch zu drehen. Im zweiten Satz konnten die Elsterwerdaer dort anknüpfen, wo Satz eins endete. Das Spiel lief runder und so war der Satzgewinn die logische Konsequenz. Nun dachte man das Tal sei durchschritten aber es kam anders. Ein Leistungsabfall brachte den KSC wieder ins Spiel. Elsterwerda verfiel wieder in seine Starre, es wurde viel zu lang über Fehler nachgedachtn anstatt sich an erkämpften Punkten aufzubauen. Es gelang zwar immer wieder sich auf der Ziellinie an den KSC heran zu kämpfen aber für eine Wende reichte es nicht. Spremberg siegte 3:1.

Lange Gesichter in der Kabine des ESV. So hatte man sich das nicht gedacht. In der Spielpause als Kampfgericht, der Kolkwitzer SV besiegte Spremberg 3:0, konnten alle die Köpfe freibekommen, was sollte schon noch passieren. Der verletzungsbedingte Ausfall von Diagonalangreifer D. Winkler machte die kommende Aufgabe noch schwerer. Gegen den Tabellenzweiten Kolkwitz hatte der Elsterwerdaer SV nichts zu verlieren und es konnte frei aufgespielt werden.

Sicherlich lag es an dieser Lockerheit, dass sich unsere Mannschaft ganz anders präsentierte. Auch wenn der erste Satz noch verloren ging, tat es der guten Stimmung auf dem Feld keinen Abbruch. Im zweiten Durchgang ließ der ESV-Sechser nicht locker und mit ein paar schönen Block- und Angriffspunkten sicherte man sich diesen. Nun merkten wohl alle, dass hier doch noch etwas gehen könnte. Elsterwerda kämpfte verbissen und selbst ein 18:24 Rückstand ließ die Mannschaft nicht verzagen. Eine Sechs-Punkte-Aufschlagserie von G. Kersten brachte den ESV zurück ins Spiel. Wenn es jetzt gelingt, diesen Satz zu gewinnen sind vielleicht doch noch Punkte drin. Leider machte ein Fehler auf der Außenposition dieses Vorhaben zu Nichte, der Kolkwitzer SV siegte 26:24. Jetzt noch einmal alles geben um den Tiebreak zu erreichen war nun Devise. Ein Fehlstart nach Maß (0:4 Rückstand) erhöhte den Schwierigkeitsgrad um einiges. Der ESV sammelte sich aber wieder und fand zu seinem Spiel zurück. Es wurde wieder gefightet, nur gelang es diesmal nicht den Rückstand wettzumachen. So siegte Kolkwitz wieder knapp mit 25:23 und somit in einem guten Spiel mit 3:1.

Hätten die 94er schon im ersten Spiel solch eine gute Leistung gezeigt, wären sicher Punkte erzielt worden aber damit sind wir wieder beim Hätte und Wenn.

Es spielten:  D. Winkler, N. Lehmann, G. Kersten, T. Burkhardt, R. Schulze, C. Herzog, Jo. Meier, Ju. Meier, S. Kersten
Coach: S. Schmidt

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