Berichte

Durch ihren Sieg bei den diesjährigen Volleyball-Landesmeisterschaften hatten sich die U14-Jungs des ESV für die Nordostdeutsche Meisterschaft in Berlin qualifiziert. Am Wochenende ging es nun für die zwei besten Teams Sachsen Anhalts, Berlins und Brandenburgs in die Landeshauptstadt um  die beiden Teilnehmer für die deutsche Meisterschafte zu ermitteln. Das Los hat ergeben, dass Elsterwerda gegen den VC Mitteldeutschland und den Nachwuchskader des diesjährigen deutschen Meisters im Männervolleyball, den SCC Berlin, spielen musste.

Gegen den SCC entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe wobei der ESV bis Mitte des ersten Satzes immer ein klein wenig in Führung lag. Berlin war im Angriff auf allen Positionen relativ gut besetzt. Wenn sie die Möglichkeit hatten den Ball ans Netz zu bekommen und anzugreifen war es für Elsterwerda oftmals sehr schwer den Punkt zu verhindern. Dennoch gelang ab und zu ein Block oder eine gute Feldabwehr und der Vorteil lag wieder beim ESV. Es fehlte ein wenig am Aufschlag-Druck, um die Hauptstädter gleich in die Defensive zu drängen und ihnen den Angriff zu erschweren. Vielleicht hat man hier den einen oder anderen Punkt liegen lassen. Trotz leichter Führung bis kurz vor Satzende reichte es am Ende nicht zu gewinnen. In der Schlussphase entschieden gute Aufschläge Berlins und kleine Konzentrationsschwächen Elsterwerdas den Satz für Berlin (25:21). Auch im zweiten Durchgang schenkten sich beide Teams keine leichten Punkte. Elsterwerda zeigte jetzt wieder eine gute Abwehrleistung, wie bereits im Finale der diesjährigen Landesmeisterschaft. Beim Spielstand von 23:19 fehlten nur noch zwei Punkte zum Satzgewinn. Zwei Angriffsfehler, ein missglückter Block Elsterwerdas und ein Netzroller beim Aufschlag des SCC sorgten für den Ausgleich. Damit war wieder alles offen. Eine Auszeit des ESV sollte den Spielfluss des Gegners ein wenig durcheinander bringen und das eigene Team wieder in die Erfolgsspur bringen. Leider folgten gleich im Anschluss zwei gute Aufschläge Berlins, die der ESV nicht ans Netz bekommen konnte. So endete auch dieser Durchgang denkbar knapp 25:23 für Berlin. Trotz der Enttäuschung ging es im Anschluss gleich gegen den VC Mitteldeutschland. Bei allen bisherigen Begegnungen war kein schönes Spiel zu sehen. So auch an diesem Spieltag. Elsterwerda war in der gesamten Partie spielerisch besser als das Team aus Merseburg konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Deshalb wurde es zum Ende der beiden Sätze immer knapp und man musste fürchten den Durchgang doch noch abgeben zu müssen. Glücklicherweise reichte es zum Sieg und Elsterwerda konnte Kraft für die kommenden Spiele sparen.

Als Gruppenzweiter spielte der ESV im Anschluss gegen den ersten der zweiten Gruppe, den diesjährigen Berliner Meister TSC Berlin. Leider hatte man gerade in diesem Spiel mit Verletzungen zu kämpfen, die zu einigen Punktverlusten führten. Es wurden viele Aufschläge verschlagen oder ohne Druck zum Gegner gespielt. Auch in der Annahme war man nicht mehr so konzentriert wie zuvor. Im ersten Satz lag man zwischenzeitlich mit acht Punkten im Rückstand, die man bis zum Ende auch nicht aufholen konnte. Der zweite Durchgang begann genau so wie der Satz zuvor endete. Der TSC konnte durch die hohe Fehlerquote Elsterwerdas mit 17:12 in Führung gehen. Plötzlich begann der ESV wieder Volleyball zu spielen. Gute Spieleröffnungen, Einsatz und Genauigkeit in der Feldabwehr und der Wille zu Siegen waren jetzt zu sehen. Man konnte die Berliner zunehmend unter Druck setzen und durch sieben Punkte in Folge mit 19:17 in Führung gehen. Leider reichte dieser Zwischenspurt nicht um sich weiter abzusetzen. In dieser Phase des Spiels kamen die Jungs des TSC zu Punkten die nicht sein mussten. Ein Blockball Elsterwerda landete knapp hinter dem Netz in der eigenen Hälfte. Ein Ball auf der Netzkante wurde vom ESV in das Netz gespielt und nicht zu einem sicheren Punkt verwandelt. Über die Satzstände 21:20 und 21:23 musste man die Führung wieder abgeben. So ging der zweite Satz dann auch 22:25 verloren und die Teilname an der deutschen Meisterschaft war nun nicht mehr möglich.

Im letzten Match des Tages, dem Spiel um Platz drei, spielte der ESV gegen seinen Lieblingsgegner den VC Potsdam. Bei allen Aufeinandertreffen in dieser Saison konnte man das Parkett als Sieger  verlassen. Die Mannschaft des VC Potsdam hatte zuvor einen echten Krimi gegen den SCC Berlin abgeliefert und denkbar knapp mit 1:2 verloren. Dieses Spiel hatte sie sehr viel Kraft gekostet. Elsterwerda auf der anderen Seite war motiviert und startete hervorragend in ihr letztes Spiel des Tages. Mit 25:13 ging der erste Satz dann auch folgerichtig nach Elsterwerda. Eine Auswechselung auf Seiten Potsdams und womöglich der Gedanke in den Köpfen der ESV-Kids, es würde weiter so laufen wie im ersten Satz, brachten den VC wieder ins Spiel zurück. Mitte des Durchgangs reagierte Elsterwerda auf die neue Situation und wechselte einige Spieler aus, um ihnen die Möglichkeit zu geben sich vor dem entscheidenden dritten Durchgang ein wenig auszuruhen. Mit 14:25 mussten man den zweiten Satz verloren geben. Das Ende der diesjährigen Nordostdeutschen Meisterschaft entwickelte sich zu einem Selbstläufer. Elsterwerda war wieder voll im Spiel und Potsdam scheinbar körperlich platt. Ohne Gegenwehr gewann der ESV 15:2 und durfte sich damit die Bronzemedaille umhängen lassen.

Eine lange Saison ist erfolgreich beendet worden. Leider wird es für die Jungs im kommenden Spieljahr keine Möglichkeit geben bei der U16- Landesmeisterschafte anzutreten, es fehlen die notwendigen Spieler. Um die Jungs aber weiterhin voran zu bringen und ihnen eine neue Herausforderung zu bieten werden sie in der kommenden Saison im regionalen Volkssport gemeinsam mit Erwachsenen auf dem Spielfeld stehen und sich an das große Volleyballfeld gewöhnen können.

Für den ESV spielten (v.l.): Pascal Engelmann, Niklas Krolow, Max Raum, Tim Beigel, Jannik Richter, Clemens Kümmel

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